Klima-Aktivismus in Zeiten von Corona

Wir schreiben den Monat 4 post corona. Nachdem im Frühling auch unsere Lebenswelt durch die Pandemie kräftig auf den Kopf gestellt wurde, haben wir uns mit den Wochen an die neue Situation angepasst und verfolgen nun auf neuen Wegen unsere Klimaschutz-Ziele.

Dienstags Plenum online abzuhalten ist schon zur Routine geworden, Kundgebungen finden nur noch mit Mundschutz und Abstand in reduzierter Besetzung statt und anstelle gehend auf den Straßen zu demonstrieren, haben wir im Mai unsere erste Fahrraddemo auf dem Innenstadtring organisiert. Mit Abstand und Maske war es eine Freude wieder draußen aktiv zu sein und Präsenz zu zeigen. Denn auch wenn man überall, das öffentliche Leben sei runtergefahren worden, gilt das für das politische Leben keineswegs. Wichtige, klimarelevante Dinge standen auf der politischen und damit auch auf unserer Tagesordnung: im Konjunkturpaket der Bundesregierung ging es beispielsweise um die Verhinderung einer Abwrackprämie für Verbrenner, die wir gerade so abwenden konnten.  Einige Wochen später wurde das Kohleausstiegsgesetz verhandelt, das trotz unserer Anstrengungen leider ein Desaster geworden ist. Lokal waren wir bei der Ratssitzung im Juni am Start, dort wurde über die Anerkennung der Klimakrise als hohe Priorität der Stadt Hannover diskutiert – nachdem der entsprechende Antrag ein Jahr in Ausschüssen und Fraktionen diskutiert werden musste. Mit dem Slogan „1 Jahr Snooze?! – Handeln statt Schlafen“ haben wir in eine Kundgebung vor der Sitzung deutlich gemacht, was wir von dieser Nachlässigkeit mit dem Thema denken. Außerdem haben wir die Tarifverhandlungen im ÖPNV ins Auge gefasst, die in diesem Jahr auch anstehen.

Uns wird also nicht langweilig – trotzdem freuen wir uns auf den Tag, an dem wir uns wieder analog zu Plena und Meetings treffen können.

Bis dahin gilt für uns aber weiterhin:

#flattenbothcurves