#NoMoreEmptyPromises – Globaler Klimastreik am 19.03

Warum streiken wir?

Vor fünf Jahren wurde das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Vor drei Jahre gelangte der alarmierende Bericht des IPCC an die Öffentlichkeit. Es ist zwei Jahre her, dass Millionen Jugendliche auf der ganzen Welt auf die Straße gingen, um für ihre Zukunft zu streiken. Wir wünschten, wir könnten sagen, dass sich die Dinge seither verbessert haben, dass die Welt gerettet und alles in Ordnung sei – aber das wäre eine Lüge. Die Klimakrise verschlimmert sich und nimmt verheerende Ausmaße an.

Dieses Jahr geht es um viel: Für Deutschland ist Superwahljahr. Anstehende Wahlen entscheiden über die Klimapolitik der nächsten Jahrzehnte – und bisher hat keine Partei ein Programm, dass auch nur annähernd mit dem 1,5 Grad-Grenze kompatibel ist.

Am 19.03. streiken wir, weil die Politik immer noch nur leere Versprechen für die ferne Zukunft aufstellt, ohne die Schritte dorthin zu ergreifen. Wir wollen Politiker*innen an ihren Taten, nicht an ihren Worten messen.

Aktuell sind die Corona-Entwicklungen natürlich kaum vorhersehbar und wir müssen spontan reagieren. Es gilt: Wir streiken verantwortungsbewusst und passen uns der Situation vor Ort an. Und: aus dieser Krise können wir lernen, künftige Krisen besser anzugehen. Denn Corona zeigt, dass (wie bei der Klimakrise) entschiedenes, frühes Handeln unglaublich wichtig ist. Wir sagen: Treat Every Crisis Like A Crisis!

Wofür streiken wir?

Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen. Unser System steht kurz vor dem Kollaps. Wir dürfen nicht mehr nur langfristige Ziele in ferner Zukunft festlegen, sondern müssen jetzt entschieden, radikal und sozial gerecht im Einklang mit der Wissenschaft handeln.

Dafür muss die Politik endlich anfangen, ehrlich über die Klimakrise zu sprechen. Wir brauchen Maßnahmen, die nicht erst 2025, 2030 oder 2050 greifen – sondern müssen jetzt auf den richtigen Kurs kommen!

Die Klimaschäden liegen nicht nur in der Zukunft. Sie verursachen schon heute Leid. Die Klimakrise wird immer noch unterschätzt – und insbesondere Menschen im globalen Süden sind am stärksten von den katastrophalen Auswirkungen der Klimakrise betroffen, obwohl sie kaum zu dieser Krise beigetragen haben. Deshalb streiken wir am 19.03. für Klimagerechtigkeit.

Geht es so weiter wie in den vergangenen Jahren, ist das deutsche CO2-Budget in weniger als sieben Jahren aufgebraucht. Gleichzeitig gibt es in keinem Parteiprogramm ausreichende Klimaschutzmaßnahmen und niemand traut sich, über das “danach” zu sprechen – im Gegenteil: auch 2021 werden Dörfer in NRW für die schmutzige Kohle zerstört. Politiker feiern sich für den viel zu niedrigen CO2-Preis oder den Kohleausstieg bis 2038; Maßnahmen, die nicht ansatzweise ausreichen, um die Emissionen jetzt angemessen zu reduzieren.

Auch im Superwahljahr 2021 bleiben wir überparteilich und werden als politischer und gesellschaftlicher Akteur kommentieren und kritisieren – alle Parteien müssen mit uns rechnen. Wir fordern: keine leeren Versprechen mehr! #NoMoreEmptyPromises

Auch in Hannover werden wir am 19.03 streiken. Wann und wo – das kommt in einigen Wochen. Hier auf der Website und in den Infogruppen, sowie Social Media.