Presse-Mitteilung 05.03.2021

Feministischer Klimastreik 08.03.

Der Feministische Rat Hannover und Fridays und Students for Future organisieren im Rahmen des Feministischen Kampftags am 08.03. eine Fahrraddemo.

Unter dem Motto „Keine Klimagerechtigkeit ohne Feminismus“ wird auf dem City-Ring für eine feministische Klimapolitik demonstriert. Die Demonstration endet zusammen mit den anderen Fingern der Aktion zu einer Abschlusskundgebung an der Goseriede. Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an FLINTA* Personen (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und abinäre Personen).
„Wir können keine Klimagerechtigkeit fordern, wenn wir uns nicht mit der Unverhältnismäßigkeit auseinandersetzten, mit der FLINTA* von den Folgen der Klimakrise betroffen sind. Wir müssen die Strukturen der Diskriminierung erkennen, die von der Klimakrise verstärkt werden, um diese abzubauen.“ sagte Marte Henningsen (23), eine Aktivistin von den Students for Future Hannover.
Es sind vor allem FLINTA*, die an den Folgen der Klimakrise leiden. Das liegt daran, dass FLINTA* beinahe überall auf der Welt für Care- und Sorgearbeit zuständig sind. Darunter fallen Aufgaben wie den Haushalt führen und Kinder, Alte oder Kranke pflegen. Durch den Klimawandel und den daraus resultierenden Dürren, Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen kommt es zu Wasserknappheit, Ernteausfällen und vermehrtem Auftreten von Krankheiten. Dies führt zu einer starken Mehrfachbelastung von FLINTA*. Dazu kommt, dass bei steigender Armut, Nahrungsmittelknappheit und vermehrter Arbeit es vor allem FLINTA* sind, die als erstes nicht mehr zur Schule gehen können, und die möglicherweise in Kinderheirat, Menschenhandel und Prostitution getrieben werden. Deshalb ist es notwendig, dass die Kämpfe für Klimagerechtigkeit und Feminismus verbunden werden.
„Auch in Europa leiden FLINTA* stärker unter den Folgen von Krisensituationen. Es reicht ein Blick auf die Corona-Pandemie, um zu erkennen, wer durch zunehmende Care-Arbeit belastet wird. Das Patriarchat ist kein alleiniges Problem des globalen Südens und wenn die Folgen der Klimakrise hier stärker werden, wird es auch FLINTA* stärker treffen.“ sagt Zoë Bovermann (24) eine Aktivistin vom Feministischem Rat Hannover.
Obwohl FLINTA* stärker von der Klimakrise betroffen sind, sind sie nicht gleichberechtigt an dem Diskurs über Klimaschutzmaßnahmen und mögliche Lösungen beteiligt. Die Klimakrise ist die größte Krise unserer Zeit und gleichzeitig unfassbar eng mit vielen anderen Kämpfen verknüpft. Es kann nicht über die Zukunft von allen folgenden Generationen diskutieren werden, wenn dabei die Hälfte der Menschheit nicht gleichberechtigt einbezogen wird.
Die Fahrraddemo sammelt sich um 16 Uhr auf dem Ni Una Menos Platz an der Goseriede. Von dort wird der City-Ring einmal abgefahren. Es gibt für die gesammte Demo ein Corona-Hygiene Konzept. Selbstverständlich muss von allen Teilnehmer*innen während der gesamten Demonstration medizinische Masken getragen und auf die Einhaltung der Mindestabstände geachtet werden.
Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich zur Fahrraddemo ein. Startpunkt ist um 16 Uhr an der Goseriede. Vor Ort stehen wir Ihnen für Fragen und Interviews zur Verfügung. Außerdem freuen wir uns sehr über eine Ankündigung unserer Demo vorab.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an presse@fridaysforfuture-hannover.de.
Mit freundlichen Grüßen,FemRat Hannover, Fridays for Future Hannover und Students for Future Hannover