Erster Mai – Tag der Arbeit

Der erste Mai gilt seit 1933 in Deutschland als gesetzlicher Feiertag. An diesem Tag kämpfen viele Menschen für bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und angemessene Arbeitsstunden am Tag. Wir wollen an diesem Tag ein Zeichen setzen und gehen zusammen mit dem erster Mai Bündnis corona-konform auf die Straße.

Wir setzen ein Zeichen

Wir unterstützen den ersten Mai, weil….

  • ….Klimagerechtigkeit nur intersektional umgesetzt werden kann. Der notwendige Systemwandel braucht breite Bündnisse, denn nur gemeinsam sind wir stark für eine gerechtere Zukunft.
  • …..es sich auch in der Klimakrise zeigt, dass unser Wirtschaftssystem keine Zukunft hat. Deswegen müssen wir für wahre Klimagerechtigkeit Kämpfe zusammendenken. Es müssen endlich Menschen statt Profite in den Fokus gestellt werden. Gemeinsam sind wir stark für eine gerechtere Zukunft!
  • …. der sozialökologische Wandel wird kein Selbstläufer wird. Denn um eine Zukunft auf einem gesunden Planeten erleben zu können müssen auch bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

Du willst auch ein Zeichen setzen?. Dann komm doch um 18:00 Uhr zum Weißekreuzplatz. Wir werden da sein und freuen uns auf dich.

Warum an diesem Tag? Der erste Mai ist ein Tag mit einer langen Geschichte. Wir haben einige Punkte zusammengefasst.

Vorgeschichte

Bereits seit 1890 gilt der erste Mai in Deutschland und Europa als „Kampftag der Arbeiterbewegung“. Er kommt eigentlich aus den USA. Denn dort streikten am 1. Mai 1886 rund 400.000 Arbeiter in mehreren Städten und forderten die Einführung eines Acht Stunden Tages. Im Rahmen der Streiks kommt es in Chicago am 3. und 4. Mai zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Beim sogenannten Haymarket Riot sterben mehrere Demonstranten sowie Polizisten. Acht Streik-Organisatoren werden angeklagt und hingerichtet. Im Jahr 1889 beschließen Gewerkschaften und Arbeiterparteien auf dem Zweiten Internationalen Arbeiterkongress in Paris, zum Gedenken an die Opfer von Chicago am 1. Mai, zu einer internationalen Demonstration aufzurufen. Die zentrale Forderungen sind auch hier der Acht-Stunden-Tag, außerdem höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Ein Jahr später finden auch in Deutschland Streiks, Demonstrationen und die sogenannten Maispaziergänge statt, um für die Arbeiterrechte zu kämpfen. Im Oktober 1890 beschließt die SPD den 1. Mai zum Tag der Arbeiterbewegung zu machen. Seitdem kommt es jedes Jahr zu Streiks und Demonstrationen.

Nach der Machtübernahme der Nazis wird der „Tag der nationalen Arbeit“ von den Nationalisten wieder eingeführt. Sie wollen den Kampftag für die eigene Propaganda nutzen, die Arbeiterbewegung vereinnahmen und die Gewerkschaften entmachten. Seit dem dient der 1. Mai als staatlich verordneter Feiertag für Aufmärsche und Paraden.

Heute ist der erste Mai in vielen Ländern der Welt ein internationaler Feiertag. Als Kampftag für Arbeitnehmerrechte hat der „Tag der Arbeit“ allerdings an Bedeutung verloren. Für viele ist er mittlerweile vor allem ein willkommener, arbeitsfreier Tag.

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